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Recruiter-Umfrage: Für viele hat sich der Job zufällig ergeben

Beim Berufsbild des Recruiters liegt einiges im Argen. Darauf deutet die Studie "Recruiting im Wandel" von Expedition.R, einer österreichischen Wissensplattform für Personaler, hin. Zielgerichtete Ausbildungen für ihre Aufgaben haben demnach nur die wenigsten genossen. Des Weiteren hat rund die Hälfte der Befragten Recruiting-Aufgaben eher zufällig übernommen.

Für die Untersuchung wurden 15 Interviews mit Recruiting-Leitern in österreichischen Unternehmen geführt sowie 116 Personen, die in ihrem Unternehmen für das Recruiting zuständig sind, online befragt. Sie tragen Titel wie "Personalentwickler", "Head of Employer Branding and Recruiting" oder "HR Generalist". Auf die Frage, wie sie Recruiter geworden sind, antworteten 45 Prozent: "Es hat sich ergeben."

Stellenwert des Jobs wird höher eingeschätzt, als tatsächlich gelebt

Die Personaler sind sich des hohen Stellenwerts ihrer Aufgabe bewusst, heißt es in der Studie weiter. Um das Recruiting zu verbessern, fehle es in den meisten Unternehmen jedoch an Ressourcen und Budget. "Das zeigt, dass der Stellenwert höher eingeschätzt wird, als tatsächlich gelebt", konstatieren die Studienautoren. Der Wertbeitrag des Recruitings sei schwierig zu messen, und KPIs würden selten als relevant empfunden.

Cultural fit wird immer wichtiger

Employer Branding ist nach wie vor ein wichtiges Thema für die Personaler, wobei der cultural fit immer stärker in den Vordergrund tritt. 87,2 Prozent der Befragten sahen Bedarf, in den kommenden fünf Jahren entsprechendes Know-how aufzubauen. Fast ebenso hoch lag die Quote bei IT- und Onlinekenntnissen (82,1 Prozent), der Zielgruppenansprache (72 Prozent) und dem Networking (69,2 Prozent).

Recruiter sind Innovationen gegenüber nicht so aufgeschlossen

Innovationen gegenüber verhalten sich Recruiter eher zurückhaltend, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Lediglich ein gutes Drittel der Befragten zeigte sich Neuerungen am Markt gegenüber aufgeschlossen und experimentiert damit. Ein weiteres Drittel wartet zunächst ab und springt dann auf den Zug auf. Der Rest zeigte kein Interesse an Innovationen: Für jeden Dritten ist Microsoft Outlook das wichtigste Bewerbermanagement-Tool.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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