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WhatsApp: Für Kunden interessant, für Bewerber weniger

Nach Angaben des Marktforschungsinstituts YouGov nutzen fast 70 Prozent der Deutschen WhatsApp für die tägliche Kommunikation. Unternehmen stehen der Anwendung wesentlich kritischer gegenüber, zeigt eine neue Studie. Zu den Gründen zählen unter anderem juristische Unklarheiten. Die Stellensuche über die App ist zudem nur für eine Minderheit interessant.

Für den YouGov-Report "WhatsApp im Kundenkontakt" wurde auf die unternehmenseigene Datenbank zurückgegriffen, für die im Jahresverlauf 60.000 Deutsche kontinuierlich repräsentativ befragt werden. Kombiniert wurde die Analyse mit einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung von 3.000 Personen ab 18 Jahren. Demnach ist jeder Fünfte in der Gesamtbevölkerung der Meinung, dass WhatsApp und Chats mit Unternehmen "schon längst überfällig" seien. Sogar 24 Prozent derjenigen, die die App bisher noch nicht nutzen, konnten sich vorstellen, sie künftig zur Kommunikation mit Unternehmen zu nutzen.

Hürden bei der WhatsApp-Nutzung

Für diese gibt es jedoch einige Hürden, zu denen ein Urteil des Amtsgerichts Bad Hersfeld zählt. Wer demnach die Telefonnummern seiner Kontakte automatisch an WhatsApp weiterleitet, ohne eine Erlaubnis der Betroffenen einzuholen, begeht eine Rechtsverletzung. Des Weiteren haben 45 Prozent derjenigen, die WhatsApp zur Unternehmenskommunikation als überfällig erachten, die Befürchtung, dass der Messenger nur eine weitere Möglichkeit für Firmen ist, Daten zu sammeln.

Messenger für Stellensuche nicht so beliebt

Den Austausch über WhatsApp für die Stellensuche oder den Bewerbungsprozess konnten sich nur 12 Prozent der Befragten vorstellen. Auch Gewinnspiele (27 Prozent) oder Newsletter (28 Prozent) waren weniger beliebt. Dagegen standen Supportanfragen (54 Prozent) und Beratungsleistungen (42 Prozent) hoch im Kurs.

"Um WhatsApp als Kontaktkanal zu etablieren, sollte die Ziel- und Potenzialgruppe vorab genau analysiert werden", raten die Marktforscher. Unternehmen könnten so abschätzen, ob es sich lohnt, WhatsApp als Kommunikations- und Kontaktkanal direkt zu nutzen. So hat die Studie des Weiteren gezeigt, dass WhatsApp-Nutzer eher zwischen 18 und 34 Jahre alt sind, und sich im Vergleich zu den Nicht-Nutzern stärker für Fitness, Training und Sport interessieren.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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