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Auslandsbewerber: Vor allem Fachkräfte aus der EU und den USA suchen hier nach Jobs

Jeder 20. Jobsuchende in Deutschland kommt aus dem Ausland. Am meisten interessiert an einer Tätigkeit hierzulande sind Briten, Österreicher und Schweizer. Gefragt sind vor allem Stellen, für die eine Ausbildung oder ein Studium erforderlich sind.

Von allen Stellensuchenden in Unternehmen hierzulande stammen fünf Prozent aus dem Ausland. Dabei machen zehn Länder einen Anteil von 60 Prozent aus: Großbritannien, Österreich, Schweiz, USA, Frankreich, Polen, Italien, Niederlande, Spanien und Kroatien. An der Spitze stehen Jobsuchende aus den drei erstgenannten Ländern. Acht der Länder mit den meisten Stellensuchenden sind EU-Mitgliedstaaten, fünf Nationen sind Nachbarstaaten Deutschlands. Das zeigt eine Analyse des Hiring Labs von Indeed. Dafür wurden auf der Jobseite die Stellensuchen aus dem Ausland von August 2016 bis September 2017 ausgewertet.

In der Analyse wurde auch untersucht, für welche ausgeschriebenen Stellen und gesuchten Fähigkeiten sich die Jobsuchenden aus den Top-Ten-Ländern interessierten. Für die meisten der inserierten Jobs war eine Ausbildung oder ein Studium notwendig. Auf vier Berufsfelder und Fähigkeiten sprachen fast alle ausländischen Jobinteressenten an: Sprachen (Landessprache und Englisch), Marketing, Finance und Controlling sowie Ingenieure. Neben diesen Gemeinsamkeiten fanden sich auch länderspezifische Unterschiede. Für den Bereich Finance und Controlling interessierten sich verhältnismäßig am häufigsten Jobsuchende aus der Schweiz. Ansonsten suchten vor allem Briten nach solchen Stellen.

Jede vierte Jobsuche aus den USA zielte auf eine Anstellung als Ingenieur oder Ingenieurin. Bei den Italienern standen Stellen als Pizzabäcker oder im Modebereich an der Spitze. Jobinteressenten aus den Niederlanden und Spanien wollten häufig als Sozialpädagogen und Erzieher arbeiten. Stelleninteressierte aus Polen suchten auf dem deutschen Arbeitsmarkt nach Anstellungen als Schweißer, Elektroniker oder Mechaniker, aber auch als Gesundheits-, Kranken- und Altenpfleger.

Bestimmte Bundesländer und Städte waren bei den ausländischen Fachkräften besonders beliebt. Bei den Bundesländern waren die attraktivsten Jobstandorte Berlin, Bayern und Hamburg, wobei Berlin mit großem Abstand auf Platz eins lag. Niedersachsen bildete zusammen mit Thüringen und Sachsen-Anhalt das Schlusslicht auf der Beliebtheitsskala. Bei den Städten lagen die Metropolen vorne: Nach Berlin waren München und Frankfurt am Main bei Jobsuchenden aus dem Ausland am beliebtesten. München und Frankfurt waren dabei gefragter als die zugehörigen Bundesländer Bayern und Hessen insgesamt. Im Bundesland Nordrhein-Westfalen, in dem die meisten der 20 größten Städte Deutschlands liegen, geht es in Sachen Attraktivität bei Ausländern sehr heterogen zu: So bildet das Rheinland mit Düsseldorf, Köln und Bonn mit Abstand die gefragteste Region in NRW, während Bielefeld, Wuppertal und Bochum am unbeliebtesten sind.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Ute Wolter.

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