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Ideale Stellenanzeige: Was rein muss, was raus kann

Oft wurde ihr nahendes Ende prophezeit, doch in der Praxis scheint sie nach wie vor quicklebendig: die Stellenanzeige. Das zeigt eine Umfrage des Software-Unternehmens Softgarden, an der sich 2.126 Bewerber beteiligten. 84,4 Prozent von ihnen glauben, dass die Anzeigen in den nächsten Jahren nicht von der Bildfläche verschwinden werden. An ihrer Qualität gab es aber einiges zu mäkeln.

So haben sich 73,1 Prozent der Befragten schon einmal nicht auf einen Job beworben, weil die Stellenanzeige zu schlecht war. Auch die Glaubwürdigkeit wird in Frage gestellt: Lediglich 15,6 Prozent gaben an, den Aussagen uneingeschränkt zu vertrauen. Die Zweifel sind offensichtlich angebracht. 42 Prozent der Jobsuchenden haben die Erfahrung gemacht, dass die Realität nicht hält, was die Stellenausschreibung verspricht.

Text wichtiger als Bilder

Etwa 30 Stellenanzeigen haben sich die Umfrageteilnehmer im Schnitt bei ihrer letzten Bewerbung angesehen, berichtet Softgarden weiter. Für die große Mehrheit war die Jobbeschreibung der Haupttreiber bei der Entscheidung für eine Bewerbung. Ohnehin erachteten 87,6 Prozent den Text als wichtig, nur 5,8 Prozent entschieden sich vor allem aufgrund der Bilder. Am häufigsten vermisst, aber oftmals gewünscht waren Angaben zum Gehalt.

Ideale Stellenanzeige: Bewerbung des Unternehmens beim Bewerber

Nach der idealen Stellenanzeige der Zukunft gefragt, äußerten 533 Teilnehmer recht konkrete Vorstellungen. Ein multimediales Feuerwerk zählt weniger dazu. Stattdessen wurden unter anderem die Beschreibung eines typischen Arbeitstages statt bloßer Aufgabenaufzählung, ein interaktiver Austausch und eine schnelle Reaktion favorisiert. Ein Bewerber bezeichnete die ideale Stellenanzeige als "Bewerbung des Unternehmens beim Bewerber".

Mehr Mut zu Transparenz und Realismus bei den Jobbeschreibungen

"Unternehmen sollten in Stellenanzeigen mehr Transparenz und Realismus wagen, insbesondere bei den Jobbeschreibungen", sagt Christian Baier, Head of Communications bei Softgarden. Früher sei die Stellenanzeige ein Instrument der Personalauswahl gewesen. Heute sei sie ein Mittel, Bewerber für einen Job und für ein Unternehmen zu gewinnen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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