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Junge Menschen fühlen sich nicht ausreichend über MINT informiert

MINT-Fächer gelten vielen als langweilig und schwierig - und haben damit ein echtes Imageproblem. Mehr Kommunikation könnte helfen: Wie eine Befragung von 2.000 Schülern und Studenten durch die Beratung PwC zeigt, fühlt sich die Mehrheit von ihnen nicht ausreichend über entsprechende Perspektiven und Karrierechancen informiert. Ein Drittel würde ansonsten eine MINT-Karriere in Erwägung ziehen.

Als Hauptgründe gegen einen Berufseinstieg in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik nannten drei Viertel der Befragten einen Mangel an persönlichem Interesse, gefolgt von der Schwierigkeit der Ausbildung (37 Prozent der Studierenden und 23 Prozent der Schüler) sowie der fehlenden Kreativität der Fächer (22/21 Prozent). Das befeuert den Fachkräftemangel: PwC zufolge werden in Deutschland bis 2030 zwei Millionen Hochschulabsolventen mit einem Schwerpunkt auf den MINT-Fächern fehlen.

Laut den Beratern ist vielen jungen Menschen die wachsende Bedeutung der Fächer gerade im Zusammenhang mit neuen, zukunftsträchtigen Technologien wie künstlicher Intelligenz, Drohnen, Virtual Reality oder Robotern nicht bewusst. Dazu trägt offensichtlich auch die Schulausbildung bei: 62 Prozent der Schüler haben im Informatikunterricht programmieren gelernt, aber nur 31 Prozent etwas über innovative Technologien.

Hinzu kommt, dass junge Frauen sich immer noch deutlich seltener für MINT-Fächer entscheiden als junge Männer. Lediglich acht Prozent der befragten Schülerinnen wählen Physik oder Informatik im Abitur. Fast jeder zweite Student, aber nur jede vierte Studentin belegt ein MINT-Fach. "Für Informatik entscheiden sich lediglich zwei Prozent der Studentinnen", heißt es bei PwC weiter.

Die Studie nennt daher auch Ansätze, um ihren Anteil zu erhöhen. So sollten Unternehmerinnen und Managerinnen der Tech-Branche als Vorbilder sichtbarer in Erscheinung treten. Arbeitgebern wird unter anderem empfohlen, verstärkt mit Schulen und Universitäten zu kooperieren sowie auf Führungsebene ein Bewusstsein für die Chancen von mehr Diversität etablieren.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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