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Soziale Medien im Personalmarketing müssen gezielt eingesetzt werden

Die Nutzung sozialer Medien gehört zunehmend zum Standardrepertoire im Personalmarketing. Allerdings ist eine gewisse Ernüchterung eingetreten: Ohne adäquate Inhalte und Nutzungsweisen sowie einen auf die Zielgruppe abgestimmten Maßnahmen-Mix sind die Erfolgsaussichten relativ gering. Das zeigt eine Onlinebefragung der Hochschule Rhein Main, an der 322 Personen teilgenommen haben.

Der Reifeprozess bei der Nutzung von Facebook, Xing und Co. werde kontinuierlicher, aber immer langsamer, berichtet Studienleiter Professor Dr. Thorsten Petry. Für die Mehrheit der Unternehmen seien soziale Medien nicht der Stein der Weisen, wenngleich sie sich fest im Personalmarketing-Portfolio etabliert hätten.

Beim Vergleich mit der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2016 fällt auf, dass insbesondere die Nutzung von Instagram deutlich zugenommen hat. Auch bei den Bewerbern spielten dieses und weitere bilddominierte Portale wie Snapchat und Pinterest eine sehr große Rolle. Allerdings zeigt die Studie der Hochschule zufolge auch, dass die weitverbreitete Annahme, man müsse soziale Medien unbedingt nutzen, um die Generationen Y und Z zu erreichen, nicht grundsätzlich zutrifft. Studierende nutzten diese Plattformen für Arbeitgeber- und Jobthemen sogar weniger häufig als Fach- und Führungskräfte in den Unternehmen. Kein Wunder also, dass nach wie vor viele entsprechende Aktivitäten der Unternehmen nicht bei den Kandidaten ankommen.

Verbesserungswürdig scheint auch die sogenannte Candidate Experience zu sein. Das Bewusstsein für eine konsistente, wertschätzende und an den Kandidaten orientierte Ansprache sei zwar da, in der Umsetzung hapere es aber, so Petry weiter. Auch, was die Zukunftserwartungen betrifft, liegen die HR-Abteilungen und potenzielle Bewerber auseinander. Während Personaler eine weitere Zunahme des Digitalisierungsgrades im Recruiting-Prozess erwarten, stehen die Zielgruppen dem Einsatz von künstlicher Intelligenz oder Chatbots skeptisch gegenüber.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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