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Von Unternehmen nachgefragte Kompetenzen sind Mangelware

Die Diskrepanz zwischen den vorhandenen und den benötigten Qualifikationen auf den Arbeitsmärkten wird zunehmend größer. Als nahezu logische Folge daraus steigen die Gehälter für Hochqualifizierte in wissensintensiven Industrien in Deutschland weiter spürbar an. Das zeigt der Hays Global Skills Index 2018. Arbeitgeber müssten mehr in innerbetriebliche Bildung und Ausbildung investieren.

Insgesamt wurden die Arbeitsmärkte in weltweit 33 Ländern analysiert. Gemessen wurde die Möglichkeit von Unternehmen, qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen und sie zu binden. Auf nahezu der Hälfte aller untersuchten Märkte steht einer wachsenden Anzahl offener Stellen eine höhere Langzeitarbeitslosigkeit gegenüber. Insgesamt wachse der Druck auf dem globalen Arbeitsmarkt. Ein Hauptgrund dafür ist den Analysten zufolge das zunehmende Missverhältnis zwischen den vorhandenen und den von der Wirtschaft nachgefragten Kompetenzen der Fachkräfte.

In der Folge hat das derzeitige globale Wirtschaftswachstum nicht zu einer verbesserten Produktivität geführt. Für Europa weist der Index nur ein schwaches Produktivitätswachstum auf. Dadurch hätten sich Investitionen in Arbeit und Kapital verringert. "Diese Stagnation wird durch die alternde Bevölkerung, einen sinkenden Welthandel sowie geringere Ausgaben für Bildung und Ausbildung weiter forciert", heißt es in dem Report weiter.

Hier müsste gegengesteuert werden, glaubt Dirk Hahn, Vorstand der Hays AG: Durch technologische Entwicklungen wie künstliche Intelligenz oder Machine Learning würden die Lücken zwischen den Fertigkeiten der Fachkräfte und dem von den Unternehmen benötigten Know-how künftig noch schwieriger zu schließen sein: "Daher müssen Unternehmen deutlich stärker in Bildung und Ausbildung direkt am Arbeitsplatz investieren."

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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