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Offener Umgang mit Kritik wird von Bewerbern wertgeschätzt

Bewerber informieren sich zunehmend auf Bewertungsportalen über potenzielle zukünftige Arbeitgeber. Mindestens ebenso schädlich wie eine Vielzahl an schlechten Kritiken können für die Unternehmen allerdings fehlende Sichtbarkeit oder mangelndes Feedback auf die Beurteilungen sein. Das zeigt eine Umfrage des Recruitingsoftware-Anbieters Softgarden mit 6.551 Teilnehmern.

48,2 Prozent von ihnen nutzen mittlerweile Plattformen wie Kununu oder Glassdoor, um sich über Arbeitgeber zu informieren. Bei einer vergleichbaren Umfrage im Frühjahr 2017 waren es erst 45,7 Prozent. Als besonders hilfreich bewerteten die Befragten ausführliche Kommentare von Mitarbeitern und Bewerbern in Textform (81,2 beziehungsweise 72,2 Prozent) sowie die Gesamtbewertung in Sternen (59,7/46 Prozent).

Die Mitarbeit der Arbeitgeber ist durchaus erwünscht: So schätzten es 78,1 Prozent der Befragten, wenn diese Statements kommentieren oder Stellung zu Kritik beziehen. Darüber hinaus wurden gleichförmige, aus Textbausteinen zusammengesetzte Antworten bemängelt. Ähnliches gilt für Porträts, mittels derer sich Unternehmen selbst auf den Plattformen präsentieren können: 64,2 Prozent hielten sie für hilfreich, kritisierten aber mitunter, dass sie selten vorhanden sind oder aus "hohlen Phrasen" bestehen.

Insgesamt ist ein aktiver Umgang der Unternehmen mit Feedback gefragt, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. 82,3 Prozent wünschen sich sichtbare Reaktionen auf schlechte Beurteilungen. 67,5 Prozent sähen gerne ein Arbeitgeberporträt, während 55,2 Prozent die Feedback-Aktivierung aller Mitarbeiter und Bewerber für gut befanden. Dagegen stieß die gezielte Aktivierung von positiv gestimmten Mitarbeitern nur bei 24,1 Prozent auf Zustimmung. Nichts zu tun hielten nur 8,9 Prozent für eine gute Idee.

Der Umgang mit Bewertungen ist laut Softgarden ein erfolgskritischer Faktor für das Recruiting: Er entscheide mit über den Umfang und die Qualität von Bewerbungen. "Arbeitgeber sollten deshalb neutral Feedback fördern und dieses für Verbesserungen nutzen, sichtbar mit Kritik umgehen und mit einem erkennbaren Arbeitgeberprofil an den Markt treten", fasst Geschäftsführer Mathias Heese zusammen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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