« Zurück

Arbeitsmarkt: Frauen und jüngere Bewerber haben in Deutschland größere Jobchancen

Laut einer Studie von Stepstone haben Bewerber in Deutschland bessere Chancen, den anvisierten Job zu bekommen als in europäischen Nachbarländern. Frauen und jüngere Kandidaten sind erfolgreicher. Mehr als jeder vierte Bewerber hierzulande lehnt das Vertragsangebot ab, das er am Ende des Bewerbungsprozesses erhalten hat.

obsuchende in Deutschland haben gegenüber Stellensuchenden in Frankreich, Belgien und den Niederlanden deutlich bessere Erfolgsquoten bei Bewerbungen. So versenden sie im Schnitt zehn Bewerbungen, um für ein Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Aus zwei Jobinterviews geht ein Jobangebot hervor. Zum Vergleich: In Frankreich führen durchschnittlich 21 Bewerbungen zu einem Gespräch. Die Erfolgschance hierzulande ist umso größer, je jünger der Bewerber ist. Auch werden Frauen in Deutschland etwas häufiger zu Vorstellungs- gesprächen eingeladen als Männer und sie erhalten öfter ein Vertragsangebot. Als eine mögliche Ursache dafür vermutet Stepstone, dass Frauen bei der Jobsuche realistischer vorgingen und sich nur auf Stellen bewürben, für die sie auch tatsächlich qualifiziert seien. Womöglich hat es aber ja auch mit niedrigeren Gehaltsvorstellungen von Frauen und Jüngeren zu tun, doch das geht aus der Untersuchung nicht hervor.

Je größter die Nachfrage, umso höher die Einstellungsquote

Die Einstellungsquote spiegelt die Situation auf dem Arbeitsmarkt wieder und ist besonders in den Bereichen überdurchschnittlich hoch, in denen eine hohe Nachfrage nach Fachkräften besteht. Die meisten Vertragsangebote im Verhältnis zur Anzahl der Bewerbungen gibt es in der Alten- und Krankenpflege, für medizinisches Praxispersonal sowie für Jobs im Elektroingenieurwesen. In Bereichen wie Training, Fortbildung, Assistenz und Sekretariat ist die Erfolgsquote der Bewerber hingegen deutlich geringer. Das geht aus einer Studie von > Stepstone hervor. Dafür wurden von Juli 2016 bis Oktober 2018 mehr als 100 000 Menschen In Deutschland, Belgien, Frankreich und den Niederlanden befragt, die sich über das Stepstone-Bewerbungsformular auf eine bei der Jobplattform geschaltete Stellenausschreibung beworben hatten. In Deutschland nahmen mehr als 20 000 Kandidaten an der Befragung teil.

29 Prozent der Kandidaten in Deutschland lehnen Jobvertrag ab

Wie die Studie zeigt, sind es immer häufiger die Bewerber, die Unternehmen eine Absage erteilen. In Deutschland entscheiden sich 29 Prozent der Fachkräfte dagegen, das Vertragsangebot für einen Job anzunehmen. Das sind knapp doppelt so viele wie in Frankreich (15 Prozent), dreimal so viele wie in Belgien (zehn Prozent) und sogar viermal so viele wie in den Niederlanden (sieben Prozent). Über die Gründe für die Absage gibt die Studie keine Auskunft.

Jeder zweite Bewerber bekommt keine Antwort vom Unternehmen

Angesichts dessen, dass viele Kandidaten darauf verzichten, eine angebotene Stelle anzunehmen, geht manches Unternehmen etwas zu sorglos mit Bewerbungen um: Jeder zweite Studienteilnehmer gab an, 45 Tage nach Versand der Bewerbung noch keine qualifizierte Rückmeldung vom Unternehmen erhalten zu haben. Seit 2016 hat sich die Feedbackquote der Arbeitgeber sogar um fünf Prozent verschlechtert. " Wer Wochen braucht, um auf eine Bewerbung zu reagieren, braucht sich nicht über Personalengpässe zu beschweren", kommentiert Stepstone-Geschäftsführer Dr. Sebastian Dettmers die Situation. Schließlich hätten qualifizierte Fachkräfte heute oft die Wahl zwischen mehreren Joboptionen. Im Wettbewerb um die besten Talente müssten Unternehmen schnell sein, so Dettmers.

Quelle: Personalwirtschaft.de

Durchschnitt (0 Stimmen)
Die durchschnittliche Bewertung ist 0.0 von max. 5 Sternen.


Noch keine Anmerkungen Fangen Sie an.