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5 Tipps für erfolgreiches Azubi-Recruiting

Tausende Ausbildungsstellen blieben vergangenes Jahr unbesetzt. Wer als Ausbildungsbetrieb diesen Sommer nicht leer ausgehen möchte, sollte spätestens jetzt die Suche verstärken. Diese Recruiting-Tipps unterstützen dabei.

Zum Stichtag 30. September 2017 zeigt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit 48.900 unbesetzte Ausbildungsstellen. Dies sind 13 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor, heißt es in der "Bilanz der Nachvermittlung am Ausbildungsmarkt (5. Quartal)". Ob die Zahlen in diesem Jahr weiter ansteigen, bleibt abzuwarten. Um das Azubi-Recruiting zu verstärken, dazu eignen sich die folgenden Tipps.

1. Tipp: Anforderungsprofile realistisch erstellen

Was im Sinne der zielgerichteten Personalbeschaffung für jede Stelle eine Grundvoraussetzung ist, kann bei Ausbildungsstellen manchmal zu kurz kommen: konkrete Anforderungsprofile. Diese sollten Betriebe für alle Ausbildungsberufe, die es im Unternehmen gibt, erstellen. Von besonderer Bedeutung dabei: die zur Bewältigung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Pauschal ein Abitur als erforderlichen Abschluss zu fordern, muss nicht zwingend notwendig sein. Je nach Anforderungsprofil kommen ebenso Schüler mit Fachoberschulreife oder anderen Abschlüssen in Betracht. Auf diese Weise vergrößern Unternehmen ihre Bewerberzielgruppe

2. Tipp: Auf Homepage über Ausbildungsberufe informieren

Ausbildungsinteressierte, die eine Unternehmensseite ansteuern, sollten auf den ersten Blick alle wichtigen Informationen rund um die Berufsausbildung im Betrieb finden. Dazu zählt in erster Linie, welche Ausbildungsberufe möglich sind sowie vertiefende Informationen zu den Inhalten und welche Anforderungen der Betrieb an Bewerber stellt. Genauso wichtig: Ansprechpartner mit Kontaktdaten wie Telefonnummer und E-Mail-Adresse sollten auf der Seite problemlos zu finden sein. So können sich Interessierte bei Bedarf unkompliziert mit dem Verantwortlichen austauschen. Mobilfähigkeit der Homepage spielt zudem eine Rolle. Junge Menschen sind eher mit Smartphone als mit Desktop-PC im Netz unterwegs.

3. Tipp: Zur Azubi-Gewinnung auf Praktika setzen

Viele Jugendliche präferieren Praktika, um in ihrem angestrebten Ausbildungsberuf erste Einblicke zu sammeln. Von dort aus ist die Hürde zu einer Bewerbung in dem jeweiligen Unternehmen wesentlich geringer. Ausbildungsbetriebe können daher Ferienzeiten dazu nutzen, um Praktikumsplätze an Schüler zu vergeben. Wichtig dabei: Die Belegschaft mit einzubeziehen und zu informieren, damit sich das Vorhaben herumspricht. Darüber hinaus sollten Schulen in der Umgebung kontaktiert werden. In einem Gespräch können Ausbildungsbetriebe Möglichkeiten wie beispielsweise Aushänge oder Infoveranstaltungen anfragen.

4. Tipp: Verstärkt regionale Recruiting-Maßnahmen nutzen

Manche Jugendliche zeigen zwar Umzugsbereitschaft und Mobilität in Bezug auf tägliche Fahrzeiten. Aber viele von ihnen suchen lieber in der Region nach dem passenden Ausbildungsbetrieb. Für einen Ausbildungsbetrieb ist es deshalb ratsam, verstärkt regional potenzielle Auszubildende zu rekrutieren. Neben dem Austausch mit Schulen in der Region eignet sich darüber hinaus auch der Kontakt zu Sportvereinen und Freizeiteinrichtungen. Mit Aushängen, Flyern und Plakaten können Betriebe dort auf freie Ausbildungsstellen aufmerksam machen. Wer Stellenanzeigen schalten möchte, sollte regionale Medien und Online-Portale bevorzugen.

5. Tipp: Austausch in sozialen Netzwerken fördern

Wer kurz vor seinem Schulabschluss steht, der lässt sich gerne vom Austausch mit Freunden und Bekannten für Ausbildungsberufe inspirieren. Ausbildungsbetriebe können ihre aktuellen Azubis dazu anregen, in sozialen Netzwerken - sei es bei Facebook oder Instagram - über ihren Ausbildungsalltag und -beruf zu berichten. Damit erzielen Erfahrungsberichte eine große Reichweite. Am besten steuert der Ausbildungsverantwortliche dies als gemeinsames Projekt mit den Auszubildenden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Sven Lechtleitner.

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