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KI-Strategie für Deutschland: Das plant die Bundesregierung

Die Bundesregierung will die Erforschung, Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) weiter voranbringen. Dazu erarbeitet sie bis Jahresende eine entsprechende Strategie.

In den letzten Jahren hat KI im Rahmen der Digitalisierung an Bedeutung gewonnen. Unternehmen in digitalen Geschäftsfeldern investieren in KI-Technologien, wollen sie vorantreiben. Autonome und intelligente Systeme halten in der Wirtschaft Einzug, aber ebenso in diversen anderen Lebensbereichen. Aktives Mitgestalten ist gefragt - auch seitens der Regierung.

Intelligente Systeme lernen und entwickeln sich eigenständig weiter. Das verspricht nicht nur Wertschöpfungspotenziale für Unternehmen. Es braucht auch einen verantwortungsvollen Umgang zum Wohle der Gesellschaft. Damit beides vorangebracht wird, haben das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine entsprechende Kabinettvorlage eingebracht. Bis Ende des Jahre möchten sie eine KI-Strategie erarbeiten. Diese will die Bundesregierung auf dem Digital-Gipfel 2018 in Nürnberg präsentieren. Im Fokus stehen verschiedene Handlungsfelder.

Forschung und Entwicklung

Zu den wesentlichen Handlungsfeldern zählt die Forschung. So sieht die KI-Strategie den Ausbau von Kompetenzzentren für maschinelles Lernen in Deutschland vor, darüber hinaus eine stärkere Vernetzung mit Europa. Dabei gelte der Grundsatz, dass Vielfalt in der Forschung die Voraussetzung für spätere Vielfalt am Markt sei.

Wissenstransfer in die Wirtschaft

Es bedarf einer Adaption von Erkenntnissen und Know-how aus Forschung in die Wirtschaft. Ein Schwerpunkt der Strategie ist daher der Transfer von Forschungsergebnissen und KI-Methoden in die Praxis. Dazu soll unter anderem mehr Transparenz in der KI-Landschaft herrschen sowie der Zugang zu KI-Technologien für den Mittelstand gefördert werden.

Innovationen auszeichnen

Die Bundesregierung möchte vorhandene Potenziale für bahnbrechende Innovationen stärker nutzen. Mit einer Initiative für sogenannte Sprunginnovationen könne künstliche Intelligenz eines der ersten und zentralen Themen sein. Zudem soll es mehr Innovationswettbewerbe, die auf KI ausgerichtet sind, geben. Die Idee dahinter: Talente zu gewinnen und mehr Sprunginnovationen in diesem Bereich zu schaffen.

Arbeitswelt gestalten

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel - nicht zuletzt wegen der Digitalisierung. Eine weitere, grundlegende Veränderung wird jedoch KI herbeiführen. Stärkere Automatisierung und noch digitalere Arbeitsschritte verändern viele Tätigkeitsfelder deutlich. Gleiches gilt für die Arbeitsorganisation und Arbeitsbeziehungen sowie die benötigten Kompetenzen. Insbesondere Beschäftigungsprognosen sowie -szenarien gilt es daher kritisch zu überdenken. Gleichzeitig braucht es nicht nur Investitionen in Technologien, sondern auch in die Erwerbstätigkeit und die Kompetenzen der Beschäftigten. Sie sollen auf Veränderungen vorbereitet sein und Transformationsprozesse bewältigen können.

Gewinnung von Fachkräften

Ein attraktiver Standort zu sein, um wissenschaftliche Talente im Bereich KI aus aller Welt anzulocken - das ist ein weiterer Bestandteil der Strategie. Dazu soll es unter anderem durch Förderung neue KI-Lehrstühle in Deutschland an ausgewählten Standorten geben. Des Weiteren schlägt das Strategiepapier vor, Arbeits- und Entlohnungsbedingungen für junge Wissenschaftler aus dem In- und Ausland attraktiver zu gestalten. Und: KI-Grundwissen soll es als festen Bestandteil nicht nur in der Informatik geben, sondern ebenso in anderen natur-, gesellschafts- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen. Gleiches gilt für zutreffende berufliche Aus- und Weiterbildung.

Regeln und Standards

Mehr KI in der Anwendung bedeutet auch einen höheren Regelungsbedarf. Schließlich soll KI auf Nutzerseite Vertrauen und Akzeptanz genießen. Dazu geht es um das Sicherstellen der Transparenz von KI-Systemen sowie deren Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit. Es braucht einen effektiven Schutz gegen Verzerrungen, Diskriminierungen, Manipulationen oder andere missbräuchliche Nutzung.

Um einheitliche Standards zu setzen, will die Bundesregierung mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft verschiedene Handlungsoptionen prüfen. Dies kann der Start einer Initiative sein, bei der europäische Interessen in internationalen Standardisierungsgremien stärker vertreten werden sowie ein stärkeres Engagement für die Entwicklung internationaler Standards.

Weiterführende Informationen zum Thema:

Dieser Beitrag wurde erstellt von Sven Lechtleitner.

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