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BCG-Studie: Automatisierung betrifft acht Millionen Stellen in Deutschland

Bis zum Jahr 2025 verändert die Automatisierung die Stellen von knapp acht Millionen Beschäftigten in Deutschland. Mehr als 60 Prozent davon sind Fachkräfte. Gleichzeitig wächst der Fachkräftebedarf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Boston Consulting Group (BCG). Weiterbildung sei der Schlüssel zum Erfolg, zumal sie deutlich weniger koste als vermeidbare Sozialkosten.

Nach Schätzungen der Berater könnten dem deutschen Arbeitsmarkt bis 2030 insgesamt rund sechs Millionen Arbeitskräfte fehlen, heißt es in der Analyse Schöne neue Arbeitswelt 4.0? weiter. "Die Qualifizierung der Arbeitskräfte auf in Zukunft gefragte Kompetenzen ist die Brücke, die drohende Arbeitslosigkeit und steigenden Fachkräftebedarf zusammenbringt", konstatiert BCG-Partner Heinrich Rentmeister.

Investitionen in Qualifizierungsmaßnahmen können sich lohnen

Die Investitionen würden sich lohnen. Die Kosten für entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen belaufen sich den Berechnungen zufolge bis 2025 kumuliert auf rund 75 Milliarden Euro. Dem stehen vermeidbare Kosten in Höhe von 70 Milliarden Euro pro Jahr für die Versorgung von 7,7 Millionen Betroffenen auf Hartz-IV-Niveau gegenüber. Hinzu kämen die wegfallenden Einnahmen aus der entsprechenden sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Höhe von weiteren rund 170 Milliarden Euro.

Kompetenzen werden immer wichtiger

Grundlage für eine erfolgreiche Weiterbildung sei ein neues Kompetenzmanagement: "In Zukunft wird die Frage im Vordergrund stehen, was ein potenzieller Mitarbeiter kann - nicht, welchen Beruf er einmal erlernt hat", erklärt Rentmeister. BCG empfiehlt daher unter anderem, die Bildung von übergreifenden Kompetenzen verstärkt in das bewährte duale Berufsbildungssystem einzubeziehen. Darüber hinaus sollten belastbare Prognosen entwickelt werden, damit die künftig gefragten Kompetenzprofile schon heute in die berufliche Aus- und Weiterbildung integriert werden können. Des Weiteren sollten Arbeitgeber, Behörden und Bildungsträger ihr Vorgehen besser aufeinander abstimmen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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