« Zurück

So beeinflussen Emoticons die Kommunikation im Beruf

"Das war nichts, Herr Müller! ;-)" Eine Studie der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS) zeigt, dass positive und ironische Emoticons in geschäftlichen E-Mails für eine professionellere Kommunikation sorgen können, da geäußerte Kritik weniger persönlich aufgefasst wird. Das widerspricht der verbreiteten Meinung, dass die kleinen Zeichenfolgen im beruflichen Kontext unprofessionell wirken.

Für die Studie sollten sich 231 Teilnehmende in die Situation einer Praktikantin oder eines Praktikanten versetzen. Sie erhielten eine kritisierende E-Mail eines Vorgesetzten. Drei Viertel bekamen jeweils E-Mails mit einem lachenden :-), einem traurigen :-( oder einem ironisch zwinkernden ;-) Emoticon. Der Rest erhielt eine E-Mail ohne jegliche Emoticons.

Positive oder ironische Emoticons wirken sich nicht auf den Nachrichteninhalt aus

"Glückliche und ironische Emoticons schwächen die negativen Assoziationen einer Nachricht auf den persönlichen Ebenen ab", erklärt Professor Dr. Claus-Peter H. Ernst von der Frankfurt UAS, der die Studie mit Martin Huschens von der Gutenberg-Universität Mainz durchgeführt hat. Gleichzeitig hätten positive oder ironische Emoticons jedoch keine Auswirkung auf den eigentlichen Nachrichteninhalt und den Appell der Nachricht. Folglich verwässern sie nicht das Ziel der Kritik in beruflichen E-Mails, nämlich die Verbesserung der Arbeitsleistung.

Negative Emoticons verschlimmern die Nachricht nicht

Negative Emoticons dagegen beeinflussen das Verständnis einer kritisierenden Nachricht der Studie zufolge nicht. Ernst: "Traurige Emoticons spielen in kritischen E-Mails im beruflichen Kontext auf keiner Kommunikationsebene eine Rolle." Der Grund: E-Mails mit enthaltener Kritik seien für sich genommen schon schlimm genug für den Empfangenden. Die eigentliche Aussage werde durch das traurige Emoticon nicht weiter verstärkt.

Die vollständige Studie im englischen Original kann hier heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

Durchschnitt (0 Stimmen)
Die durchschnittliche Bewertung ist 0.0 von max. 5 Sternen.


Noch keine Anmerkungen Fangen Sie an.