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BMAS-Studie zum betrieblichen Einsatz digitaler Assistenzsysteme

Eine neue Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) beschreibt den aktuellen Entwicklungsstand digitaler Assistenzsysteme und untersucht, was diese hinsichtlich Arbeitsqualität, Gesunderhaltung, Diversity und Inklusion in der Arbeitswelt zu leisten vermögen.

Die heutige Arbeitswelt erlebt im Zuge von Industrie 4.0 und fortschreitender Digitalisierung eine rasante Umwandlung: So übernehmen Maschinen Aufgaben, die früher ausschließlich von Menschen erledigt wurden, und machen damit menschliche Arbeit zunehmend überflüssig. Hinzu kommt aber auch, dass Mensch und Technik immer enger zusammenarbeiten, was durchaus neue Möglichkeiten eröffnet - dank sich ergänzender Eigenschaften zweier ganz unterschiedlicher Welten.

Beispielsweise könnten technische Systeme die Fähigkeiten des Menschen erweitern, indem sie vorhandene Defizite ausgleichen und dabei helfen, den jeweiligen Anforderungen des Arbeitsalltags besser zu entsprechen. Sogenannte digitale Assistenzsysteme, etwa zur Werkerführung via "pick-by-light", haben sich bereits in der Praxis bewährt und werden bei komplexeren betrieblichen Aufgaben immer häufiger eingesetzt.

Die BMAS-Studie klassifiziert die bestehenden Assistenzsysteme zum einen nach Unterstützungs-Typ als physisch, sensorisch oder kognitiv, zum anderen nach Anforderungsniveau als niedrig, mittel, hoch oder variabel und schließlich nach Unterstützungs-Ziel als kompensatorisch, erhaltend oder erweiternd. Zahlreiche Beispiele aus der Praxis verdeutlichen das jeweilige Potential der digitalen Assistenten und erlauben es, eine mögliche Umsetzung in Unternehmen besser einzuschätzen.

Nachholbedarf besteht meist dort, wo sich die Arbeitsumgebung im Unterschied zur industriellen Fertigung eher technologiefrei gestaltet, etwa im Rahmen von Pflegeberufen, sowie allgemein bei der Unterstützung von Menschen, deren Leistungsvermögen eingeschränkt ist. Abhilfe könnte hier in Zukunft aber die permanent voranschreitende technologische Entwicklung schaffen.

Um in Deutschland eine vorbildliche digitale Unterstützung in der Arbeitswelt zu etablieren, ist nicht zuletzt die Politik gefragt, der via Studie konkrete Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt werden - demnach ließen sich Gesundheit am Arbeitsplatz, Arbeitsqualität und die Teilhabe an digitaler Assistenz durch eine intensivierte Verbreitung entsprechender Technologie in vielen Bereichen erheblich steigern.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.

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