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Viele Start-ups sind noch nicht bereit für die DSGVO

Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist vom 25. Mai an verbindlich in allen Mitgliedsstaaten anzuwenden. Sie regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten neu. Viele Start-ups stellt das vor große Probleme, wie eine Umfrage des Digitalverbandes Bitkom unter 302 Jungunternehmen zeigt. Eile ist geboten, denn bei Nichtbeachtung drohen hohe Bußgelder.

Nur neun Prozent der befragten Start-ups gaben an, die Umsetzung der Vorgaben bereits abgeschlossen zu haben. Weitere 41 Prozent haben sich zumindest schon auf den Weg begeben und erste Maßnahmen begonnen oder umgesetzt. Knapp ein Drittel der Befragten räumte aber auch ein, sich gerade erst mit dem Thema zu beschäftigen, ohne bereits gehandelt zu haben.

Des Weiteren verfolgten 15 Prozent bisher die Vogel-Strauß-Taktik: Elf Prozent hatten zwar von der DSGVO gehört, aber noch nichts unternommen. Drei Prozent sagte das Kürzel gar nichts, während ein Prozent der befragten Unternehmen bewusst entschieden hat, sich nicht weiter mit der Verordnung zu beschäftigen.

Das ist riskant, denn bei Nichtbeachtung der DSGVO drohen künftig Bußgelder in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des weltweiten jährlichen Umsatzes. "Viele Unternehmen müssen dazu erst einmal ein Verarbeitungsverzeichnis für Personendaten erstellen, das sie eigentlich schon nach alter Rechtslage hätten haben müssen", heißt es beim Bitkom. Außerdem müssten sie Prozesse in der Produktentwicklung anpassen, um dem neuen Grundsatz des Privacy by Design gerecht zu werden. Ein weiterer Kernpunkt der DSGVO ist die erweiterte Informationspflicht.

Der Verband hat eine Reihe von Publikationen mit Hilfestellungen zur neuen Verordnung veröffentlicht, die hier kostenfrei heruntergeladen werden können.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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