« Zurück

Digitale Transformation bereitet zunehmend Kopfzerbrechen

Es wird viel Zeit und Geld in Projekte zur Bewältigung der digitalen Transformation investiert. Eine Studie von Capgemini zeigt aber, dass sich nicht einmal jedes dritte deutsche Unternehmen in diesem Bereich gut aufgestellt sieht. Es mangelt vor allem an den nötigen Technologien und Führungsqualitäten. Das Ergebnis fiel negativer aus als das einer Vorgängerstudie aus dem Jahr 2012.

Insgesamt befragten die Berater international mehr als 1.300 Führungskräfte in über 750 Unternehmen. Lediglich 31 Prozent der deutschen Befragten waren der Meinung, über die nötigen digitalen Technologien zu verfügen, um dem Wandel erfolgreich zu begegnen. Noch etwas weniger glaubten, die Führungsqualitäten zu besitzen, um die digitale Transformation ihres Unternehmens erfolgreich zu gestalten. International lagen die Werte mit 39 beziehungsweise 35 Prozent etwas höher. Alarmierend ist allerdings, dass 2012 noch 45 Prozent davon überzeugt waren, über die nötigen Kompetenzen zu verfügen.

Bei der digitalen Kultur, oder besser: dem Fehlen einer solchen, zeigen sich ähnliche Tendenzen. So sagten nur 27 Prozent der inländischen Befragten, dass in ihren Unternehmen jeder die Möglichkeit hat, sich am Meinungsaustausch über digitale Initiativen zu beteiligen. International sind es 36 Prozent, 2012 waren es 49 Prozent.

Auch bei den Beziehungen zwischen CIO und anderen Führungskräften ist eine signifikante Verschlechterung eingetreten, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Ob es um ein gemeinsames Verständnis von der Rolle ihrer IT oder um Prioritäten von IT-Investitionen geht - die Quoten sanken von 50 bis 60 Prozent auf unter 40 Prozent ab. Capgemini zufolge deutet dies auf "fortbestehende Silos" hin - oder darauf, dass Führungskräften die IT zu langsam vorankommt und sie eigene IT-Initiativen aufsetzen.

Unternehmen bietet die Technologielandschaft heute Möglichkeiten, die es nie zuvor gab, sagt Claudia Crummenerl von Capgemini: "Um aus ihnen einen wirklichen Nutzen zu ziehen, ist es allerdings essentiell, dass die Geschäftsführer nicht nur in Technologien investieren, sondern dem Change Management einen mindestens genauso hohen Wert beimessen."

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

Durchschnitt (0 Stimmen)
Die durchschnittliche Bewertung ist 0.0 von max. 5 Sternen.


Noch keine Anmerkungen Fangen Sie an.