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Maschinenbauer beklagen Fachkräftemangel

Interne Weiterbildung in Sachen digitaler Kompetenz steht bei den deutschen Maschinenbauern derzeit hoch im Kurs. Das liegt auch daran, dass 84 von 100 befragten Unternehmen dieser Branche den Fachkräftemangel als größtes Wachstumshindernis sehen. Gesucht werden vor allem Fachkräfte für Produktions- und Prozesstechnik. Das sind Kernergebnisse des aktuellen Maschinenbau-Barometers von PwC.

Noch scheint die Marktlage gut zu sein: Fast drei Viertel der Betriebe arbeiten nach eigener Aussage am Kapazitätslimit, die durchschnittliche Auslastung liegt bei 94 Prozent. Die Mehrheit der befragten Unternehmen geht zudem von stabilen Preisen und Gewinnmargen aus. Das ist ein gutes Klima für Wachstum: 62 Prozent planen, die Zahl ihrer Vollzeitbeschäftigten in den kommenden zwölf Monaten zu erhöhen.

"Doch die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt droht den Maschinenbauern einen Strich durch die Rechnung zu machen", heißt es in dem Report weiter. Der großen Mehrheit macht der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften zu schaffen. Mehr noch als bei IT-Experten herrscht Flaute bei Fachkräften für Produktions- und Prozesstechnik: 42 Prozent sind auf der Suche nach ihnen. "Dass den Maschinenbauern gerade in ihrem Kernbereich geeignete Mitarbeiter fehlen, ist ein alarmierendes Signal", kommentiert Dr. Klaus-Peter Gushurst von PwC.

Eine weitere Herausforderung besteht in der digitalen Transformation, die die Maschinenbau-Branche in besonderem Maße erfasst hat. Der Aufbau entsprechender Kompetenzen geht den Befragungsergebnissen zufolge aber eher schleppend voran. Nur knapp ein Drittel der Unternehmen will zusätzliche Mitarbeiter speziell in diesem Bereich einstellen. Die Mehrheit verfolgt eine andere Strategie: Etwa zwei von drei Maschinenbauern wollen ihre Mitarbeiter über Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich digitale Technologien schulen. Noch weiter oben auf der Prioritätenliste stehen Fortbildungsmaßnahmen im Bereich der Produktions- und Prozesstechnik (74 Prozent), im Vertrieb (67 Prozent) und in der Produktionsplanung (64 Prozent).

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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