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Online-Petition gegen Höchstüberlassungsdauer von Zeitarbeitnehmern

Ziel des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) war es unter anderem, bessere Bedingungen für Zeitarbeitnehmer zu schaffen. Dazu zählt auch die Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten, die zu mehr Übernahmen durch Kundenunternehmen führen sollte. Der Betriebsrat des Zeitarbeitsunternehmens Randstad hat nun eine Online-Petition gestartet. Ziel ist die Abschaffung der Frist.

Statt besserer Bedingungen für Zeitarbeitnehmer sei "offenbar das Gegenteil der Fall", wie der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) schreibt. Ansonsten würde der Randstad-Betriebsrat nicht zur Unterzeichnung der Petition aufrufen.

Darin heißt es unter anderem, dass die neue Regelung das gewünschte Ziel verfehlt und stattdessen den Druck auf die Zeitarbeitnehmer verschärft. Gute Kundeneinsätze müssten nach 18 Monaten verlassen werden, selbst wenn der Zeitarbeiter gerne bleiben würde. "Damit verbunden sind finanzielle Nachteile und der Druck, sich wieder bei einem neuen Kunden einarbeiten zu müssen."

Als weitere Gründe für die geforderte "schnellstmögliche Abschaffung der Höchstüberlassungsdauer" werden eine Zunahme von befristeten Arbeitsverhältnissen in der Zeitarbeit sowie die Verhinderung von Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten aufgeführt. Weitere Regulierungen der Branche, die in Deutschland ein "unverzichtbares Flexibilisierungsinstrument" sei, seien überflüssig.

Das Gesetz kann nur vom Bundestag geändert werden. Damit sich dessen Petitionsausschuss mit der Eingabe befasst, müssen online bis zum 27. November 50.000 Unterschriften gesammelt werden. "Dazu werden auch die Petenten eingeladen und können Stellung nehmen", berichtet der iGZ weiter.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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