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Tarifvertrag: Bahn und Lokführergewerkschaft einigen sich

Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben sich in der siebten Verhandlungsrunde auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Beide Seiten verständigten sich unter anderem darauf, dass die Mitarbeiter des Fahrpersonals eine Lohnerhöhung von 6,1 Prozent erhalten.

Noch im Dezember hatte es nicht so ausgesehen, dass es zu einer Einigung zwischen GDL und DB kommen würde. Claus Weselsky, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft, hatte die Verhandlungen sogar für gescheitert erklärt. Vor allem auch die Arbeitsbedingungen des Personals waren Gegenstand der Auseinandersetzung. Nun haben die beiden Parteien doch überraschend schnell einen Tarifvertrag beschlossen.

Zweistufige Lohnerhöhung um 6,1 Prozent

Die Einigung der DB mit der GDL sieht vor, dass die Lohnerhöhung in zwei Stufen erfolgt, zum 1. Juli 2019 um 3,5 Prozent und zum 1. Juli 2020 um weitere 2,6 Prozent. Außerdem erhalten die Mitarbeiter im kommenden Februar eine Einmalzahlung in Höhe von 1000 Euro; Auszubildende und dual Studierende bekommen 460 Euro. Alternativ zur zweiten Lohnerhöhung können die Mitarbeiter auch mehr Urlaub oder Freizeit wählen.

Verbesserte Arbeitszeiten und mehr Zulagen

Neben der Anhebung der Löhne haben die Verhandlungsparteien auch Verbesserungen der Arbeitszeiten und eine Erhöhung der Zulagen für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit vereinbart. Zu den Neuerungen gehört auch, dass Überstunden künftig auch für die betriebliche Altersvorsorge umgewandelt werden können. Der Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersvorsorge steigt um 1,1 Prozent. Die Tarifverträge gelten rückwirkend ab dem 1. Oktober 2018 und laufen bis zum 28. Februar 2021.

Bahn will ihr Image aufpolieren

DB und GDL haben außerdem die Initiative "Zukunftsperspektive Zugpersonal" ins Leben gerufen. Unter anderem ist eine Imagekampagne für die Berufe des Zugpersonals geplant, um die Attraktivität der Bahn als Arbeitgeber zu erhöhen. Das Image des Staatskonzerns ist seit Jahren angeknackst, da die DB häufig mit Negativmeldungen wie Pannen, falschen Wagenreihungen und Verspätungen Schlagzeilen macht. Nun laute das Ziel, für die Kunden besser zu werden, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler anlässlich des neuen Tarifabschlusses.

Quelle: Personalwirtschaft.de

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