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Angstbesetztes Betriebsklima kann Mitarbeiter vergraulen

85 Prozent der Beschäftigten in Deutschland berichten zwar von großer Unterstützung durch Kollegen. Das Arbeitsverhältnis zu den Führungskräften scheint aber häufig belastet: So trauen sich 44 Prozent nicht, Probleme im Betrieb gegenüber Vorgesetzten auszusprechen. Rund ein Drittel fühlt sich zudem durch die Führungskräfte nicht ausreichend wertgeschätzt, wie der DGB-Index Gute Arbeit zeigt.

In die Sonderauswertung der bundesweit repräsentativen Beschäftigtenbefragung flossen Antworten von 8.011 Arbeitnehmern ein. Das Betriebsklima in Kleinbetrieben mit weniger als 20 Beschäftigten wird demnach etwas positiver bewertet als das in mittleren und größeren Unternehmen. Trotzdem schrecken auch dort 34 Prozent der Befragten davor zurück, mit ihrem Chef über Missstände zu sprechen.

Für Unternehmen kann das unmittelbare Folgen haben: "Wenn Beschäftigte sich im Unternehmen nicht trauen, gegenüber den Vorgesetzten ihre Meinung zu sagen, sind sie eher daran interessiert, den Arbeitgeber zu wechseln", heißt es beim DGB. Im Durchschnitt aller Beschäftigten trage sich etwa jeder Zehnte mit dem Gedanken, das Unternehmen zu wechseln. Bei denjenigen, die über ein angstbesetztes Meinungsklima berichteten, lag der Anteil mit 29 Prozent wesentlich höher.

Untereinander scheint die Verständigung besser zu funktionieren: 85 Prozent können nach eigener Aussage auf die Unterstützung der Kollegen bauen. Gleichwohl gibt es auch hier noch Verbesserungsmöglichkeiten. 35 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass Kollegialität im Betrieb "gar nicht" oder "nur in geringem Maß" gefördert wird. In diesen Unternehmen lag der Anteil derjenigen, die Hilfe von den Kollegen erhalten, nur bei 70 Prozent. Betriebe, die Kollegialität fördern, erreichten dagegen eine Quote von 94 Prozent.

Quelle: Beitriebsratspraxis24.de

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