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Führungskräfte-Befragung: Vielfalt ja, Karriere lieber nicht

Diversität und Chancengleichheit steht vor allem bei jüngeren Führungskräften in Deutschland hoch im Kurs. Bei der tatsächlichen Verwirklichung in ihren Organisationen sehen sie jedoch noch Nachholbedarf. Karriere indes lockt sie wenig.

Nur für wenige ist die oberste Führungsetage ein Ziel. Das zeigt eine Studie der Personalberatung Egon Zehnder. Insgesamt wurden dafür 2.500 Führungskräfte in sieben Ländern befragt, 355 davon aus Deutschland. Zwar sagten 78 Prozent von ihnen, dass Diversität für sie besonders wichtig ist. Als gegeben sahen sie jedoch nur 52 Prozent an. Im globalen Durchschnitt lag die Quote bei 65 Prozent. Auch bei der Chancengleichheit schnitt Deutschland in der Einschätzung der Befragten unterdurchschnittlich ab.

Was die Ansprüche an die Führungskräfte betrifft, sind hierzulande vor allem strategisches Denken (43 Prozent), Überzeugungskraft (38 Prozent), Nahbarkeit (36 Prozent) und ethisches Verhalten (34 Prozent) gefragt. Millennials legten auf Nahbarkeit mit 48 Prozent besonders großen Wert. Immerhin 71 Prozent der Studienteilnehmer aus Deutschland gaben an, dass die Führungskräfte in ihrer Organisation die Erwartungen überwiegend erfüllen.

Während sich zwischen den Generationen mitunter größere Unterschiede zeigten, haben Frauen und Männer fast die gleichen Ansprüche an die Führungsqualitäten der Vorgesetzten und die Diversität im Unternehmen, heißt es bei Egon Zehnder weiter. Besonders auffällig in Deutschland sei der nur schwach ausgeprägte Wunsch, in die obersten Führungsebenen vorzudringen: Nur für neun Prozent der Befragten ist das erstrebenswert. International liegt der Wert bis zu dreimal so hoch.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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