« Zurück

KI verändert Aufgaben des Managements

Eine Studie hat untersucht, wofür Entscheider Künstliche Intelligenz im Unternehmen einsetzen wollen und wie sich die Technologie auf Führungsaufgaben auswirkt. Danach möchten Manager, vor allem in wachstumsstarken Firmen, KI stärker zur Entscheidungsfindung nutzen. Die durch die Technologie gewonnene Zeit wollen sie unter anderem mehr in die Motivierung der Mitarbeiter investieren.

Von den Unternehmen mit zweistelligen Wachstumsraten setzen 37,8 Prozent KI ein; in langsamer wachsenden sind es nur halb soviel (17,1 Prozent). Danach sei Künstliche Intelligenz, so > Microsoft, ein Wachstumstreiber. Schnell wachsende Firmen sehen es auch als dringlicher an, KI in verschiedenen Unternehmensbereichen zu nutzen. So sagen drei Viertel (75 Prozent) der deutschen Führungskräfte in wachstumsstarken Organisationen, dass sie die Technologie innerhalb des nächsten Jahres zur besseren Entscheidungsfindung einsetzen wollen, während dies in wachstumsschwachen Unternehmen lediglich 43,3 Prozent angeben. In letzeren Firmen wollen auch nur 16,7 Prozent KI für die Entwicklung neuer Lösungen und Geschäftsmodelle nutzen gegenüber 42,9 Prozent in den anderen Unternehmen. Für die Studie wurden im Januar dieses Jahres 1150 Führungskräfte aus 13 Ländern, darunter Deutschland, befragt.

KI wirkt sich auf strategische Unternehmensausrichtung aus

KI wirkt sich auch auf die Aufgaben der Unternehmenslenker aus. So denken hierzulande zwei Drittel (66,7 Prozent) der Befragten aus schnell wachsenden Organisationen, dass sich die strategische Unternehmensausrichtung durch KI grundlegend verändern wird. Zum Vergleich: Von den langsam wachsenden Firmen sagt dies gut ein Drittel (37,2 Prozent). Auch gehen 58,2 Prozent der ersten Gruppe davon aus, dass sie Probleme mit Hilfe von KI in Zukunft vollkommen anders lösen werden. Von der zweiten Gruppe glauben dies 41 Prozent.

Gut jedes vierte Unternehmen will mehr in Motivierung der Mitarbeiter investieren

Gefragt danach, wofür sie - neben Effizienzsteigerung - die Zeit nutzen wollen, die sie durch Künstliche Intelligenz sparen, antworteten weltweit 28,5 Prozent, dass sie mehr in die Motivation und Inspiration ihrer Mitarbeiter investieren möchten. 23,8 Prozent geben an, dass sie neue Marktchancen ergreifen wollen und 22,3 Prozent planen, die gewonnene Zeit zu nutzen, um die richtigen Ziele zu setzen.

Deutschland Vorreiter beim KI-Einsatz?

Um sich auf die Veränderung der Führungsaufgaben durch KI vorzubereiten, wollen rund zwei Drittel aller Studienteilnehmer (69 Prozent) ihre Fähigkeiten weiterentwickeln. In Deutschland planen dies knapp drei Viertel (71,8 Prozent) der Führungskräfte in langsam wachsenden und die Hälfte in schnell wachsenden Organisationen. Dass es in wachstumsstarken Unternehmen weniger sind, könnte laut Studie daran liegen, dass viele der deutschen Firmen (66,7 Prozent) KI bereits in die Unternehmensstrategie einbinden und über die notwendigen Fähigkeiten für den Umgang mit der Technologie verfügen. Damit sei Deutschland in Sachen Verbreitung und auch Ausgereiftheit von Künstlicher Intelligenz wesentlich weiter als die anderen für die Studie untersuchten Länder (Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Polen, Schweiz, Russland, Südafrika, Tschechische Republik, Ungarn, USA und Vereinigte Arabische Emirate). Im Schnitt hat dort erst ein gutes Drittel (37,8 Prozent) der wachstumsstarken Unternehmen KI implementiert.

Quelle: Personalwirtschaft.de

Durchschnitt (0 Stimmen)
Die durchschnittliche Bewertung ist 0.0 von max. 5 Sternen.


Noch keine Anmerkungen Fangen Sie an.