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Europaweites System zum Austausch von SV-Daten gestartet

Der Start für ein EU-weites elektronisches System zum Austausch von Sozialversicherungsdaten ist gemacht. Zunächst können Island, Lichtenstein, Norwegen und die Schweiz über die von der EU-Kommission verwaltete Plattform Informationen austauschen. Damit sollen die Bearbeitungszeit verkürzt, Betrug bekämpft und Verwaltungen effizienter werden. Bis Juli 2019 soll der Austausch europaweit erfolgen.

Seit Anfang Juli können 15.000 Sozialversicherungsträger in den vier genannten EU-Mitgliedsstaaten das IT-System EESSI (Elektronischer Austausch von Sozialversicherungsdaten) nutzen. Es dient dazu, die gesamte Kommunikation zu grenzüberschreitenden Sozialversicherungsfällen zwischen den nationalen Trägern über strukturierte elektronische Dokumente abzuwickeln. Bisher findet dieser Austausch nach Angaben der EU-Kommission größtenteils auf Papier statt.

Schnellere Berechnung und Auszahlung von Leistungen

Vorteile für die Bürger seien die effizientere Bearbeitung von Anträgen, was zu einer schnelleren Berechnung und Auszahlung von Leistungen führe. Die öffentlichen Verwaltungen profitierten vom standardisierten Informationsfluss, einer besseren mehrsprachigen Kommunikation sowie einer optimierten Prüfung und Erhebung von Daten.

Betrug lässt sich leichter bekämpfen

"Das neue System wird die Bekämpfung von Betrug leichter machen, da nationale Sozialversicherungsträger standardisierte elektronische Dokumente in der Sprache ihres Landes nutzen können und sichergestellt wird, dass die ausgetauschten Daten korrekt und vollständig sind", heißt es in einer Mitteilung der EU-Kommission weiter. Die Dokumente würden über EESSI direkt an den richtigen Adressaten in einem anderen EU-Land weitergeleitet.

Nach der Betriebsaufnahme des Systems haben die Mitgliedstaaten nun zwei Jahre Zeit, EESSI in ihre nationalen Systeme einzubinden und die Sozialversicherungsträger mit dem grenzübergreifenden Informationsaustausch zu vernetzen. Bis Juli 2019 soll der Austausch von Sozialversicherungsdaten europaweit erfolgen können. Die EU-Kommission will die Mitgliedsstaaten bei der Bereitstellung und Wartung des Systems unterstützen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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