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Digitalkompetenz bei Karrierezielen nur unter "ferner liefen"

Digitalkompetenz gilt vielen Experten als unverzichtbar auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft. Eine repräsentative Studie des Personaldienstleisters Manpower zeigt allerdings, dass nur jeder zehnte Arbeitnehmer in diesem Jahr den Vorsatz hat, solche Kompetenzen aufzubauen. Jeweils ein Drittel will stattdessen nach Feierabend besser abschalten oder die Arbeit lockerer sehen.

Mit einigem Abstand folgen die Vorsätze, effizienter (19 Prozent) oder weniger zu arbeiten (18 Prozent). In der Studie, für die 1022 Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt wurden, konnten auch Karrierewünsche angegeben werden. Mehr Geld zu verdienen lag hier mit 48 Prozent weit vorne auf der Liste. 29 Prozent erhoffen sich 2018 mehr Wertschätzung für ihre Arbeit, 20 Prozent wollen ihre Zeit am liebsten selbstständig einteilen können.

Aufstieg bei Arbeitgeber nicht so sehr gewollt

"Auffallend rückläufig ist die Nennung von Karrierezielen, die direkt mit einem möglichen Aufstieg beim Arbeitgeber verbunden sind", heißt es bei Manpower weiter. Führungsverantwortung etwa wollen nur elf Prozent der Befragten übernehmen, im Vorjahr waren es zumindest noch 14 Prozent. Viele Angestellte wünschten sich eine bessere Balance zwischen beruflichen und privaten Zielen, konstatiert Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland.

Arbeitgeber müssen das digital Know-how ihrer Mitarbeiter fördern

Die Karrieremüdigkeit, die sich eben auch in dem mangelnden Willen zur Aneignung von Digitalkompetenzen zeigt, hat Folgen für die Unternehmen. Sie können beim digitalen Wandel nicht automatisch darauf zählen, dass die Mitarbeiter sich selbst weiterqualifizieren - obwohl Fachkräfte in diesem Bereich sehr gefragt sind. "Die Arbeitgeber sind gefordert, ihren Mitarbeitern die Notwendigkeit dieses Wissens zu vermitteln und attraktive Fortbildungsangebote anzubieten, die es ermöglichen, digitales Know-how zu erwerben", so Brune weiter.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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