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Viele würden für betriebliche Altersversorgung Einbußen akzeptieren

Die Mehrheit der Arbeitnehmer und Arbeitgeber würde auf Konsum beziehungsweise Gewinn verzichten, um in die Altersversorgung zu investieren. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der Beratung Aon Hewitt. Knapp die Hälfte der Beschäftigten und gut 40 Prozent der Unternehmen würden bis zu 500 Euro in die Absicherung stecken. Allerdings würde auch jeder dritte Arbeitgeber gar nicht verzichten wollen.

Für die Studie wurden 1.000 sozialversicherungspflichtig Angestellte in Deutschland zwischen 18 und 65 Jahren sowie 500 Arbeitgeber aus Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern befragt. Insgesamt waren drei Viertel der Arbeitnehmer und zwei Drittel der Arbeitgeber bereit, zusätzliche Zahlungen für ihre beziehungsweise die Alterssicherung ihrer Mitarbeiter zu leisten. 11,3 Prozent der Arbeitnehmer und 6,2 Prozent der Arbeitgeber wären sogar bereit, auf mehr als 1.000 Euro Konsum oder Profit pro Jahr zu verzichten, um das Geld in die Altersversorgung zu investieren.

Bei den Arbeitnehmern ist die Anzahl der Totalverweigerer, die für die Altersversorgung keinerlei Konsum aufgeben wollen, mit 25,1 Prozent etwas geringer als bei den Arbeitgebern. Dabei lohnt es sich laut Aon Hewitt, früh mit der Alterssicherung anzufangen. Einer Modellrechnung mit konservativer Anlagestrategie zufolge erhalte ein Arbeitnehmer, der seine Einzahlungen im Alter von 20 Jahren beginnt, eine Zusatzrente von rund 315 Euro. Wer mit 40 Jahren starte, erhalte nur noch 134 Euro pro Monat.

"Der Wille, in die Alterssicherung zu investieren, ist auf breiter Front da", kommentiert Geschäftsführer Fred Marchlewski die Ergebnisse. Es komme nun darauf an, der betrieblichen Altersversorgung durch Information und Motivation auch bei kleinen und mittleren Betrieben zum Durchbruch zu verhelfen.

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