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MDAX: Vorstandsgehälter dieses Jahr fast unverändert

Während die Vorstandsvorsitzenden der DAX30-Unternehmen dieses Jahr 7,7 Prozent mehr Gehalt beziehen als 2017, bleiben die Gehälter der Vorstandschefs des deutschen Mittelwerte-Index MDAX nahezu unverändert. Allerdings wurde die Grundvergütung der MDAX-Vorstände deutlich erhöht.

Die 187 Vorstandsmitglieder der im MDAX notierten Unternehmen erhalten 2018 insgesamt rund 330 Millionen Euro. Ein Vorstandsvorsitzender kann durchschnittlich 2,5 Millionen Euro als Gesamtdirektvergütung verbuchen. Zum Vergleich: Die Chefs des DAX30 kommen auf einen Schnitt von 6,2 Millionen Euro. Doch auch im zweitgrößten deutschen Index gibt es Vorstandsvorsitzende, dessen Gehälter den Schnitt weit überschreiten. So verdient Pieter Haas von Ceconomy mehr als 6,7 Millionen und Matthias Zachert von 5,1 Millionen Euro. Es folgen die CEOs von Fielmann mit 4,9 Millionen, Covestro mit 4,8 Millionen und der Kion Group mit 4,8 Millionen Euro. Der Vorstandsvorsitzende von K+S bezieht dieses Jahr 1,1 Millionen und der Metro-Chef eine Million Euro. Am unteren Ende der Gehaltsliste rangieren die Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Pfandbriefbank mit einem Jahresgehalt von 549 000 Euro, der Deutschen Euro Shop mit 580 000 Euro und von Gerresheimer mit 951 000 Euro. Der Anteil der Grundvergütung beträgt bei den MDAX-Chefs durchschnittlich 44 Prozent, während er bei den DAX30-CEOs lediglich bei 30 Prozent liegt. Das geht aus einer aktuellen Studie von Kienbaum hervor.

Vorstandschefs erhalten doppelt soviel wie ordentliche Mitglieder

Die ordentlichen Vorstandsmitglieder im MDAX erhalten dieses Jahr durchschnittlich rund 1,3 Millionen Euro Gesamtdirektvergütung. Das ist etwas mehr als die Hälfte dessen, was die CEOs bekommen und weniger als halb soviel wie das Durchschnittsgehalt eines Vorstandsmitglieds im DAX30 (2,7 Millionen Euro).

Variable Vergütung orientiert sich fast nur an operativen Unternehmensergebnissen

Die Analyse der Vergütungssysteme, die im Rahmen der Studie auch durchgeführt wurde, zeigt, dass die variable Vergütung in den Vorstandsetagen des MDAX wie schon im letzten Jahr fast ausschließlich an den operativen Ergebnissen der Unternehmen gemessen wird. Nach Ansicht von Sebastian Pacher, Vergütungsexperte bei Kienbaum, ist dieses System zu komplex. Für Aufsichtsräte und Investoren stehe eine transparente und nachvollziehbare Struktur der Vergütungsmodelle weiterhin im Hauptfokus ihrer Tätigkeit, so Pacher.

Quelle: Personalwirtschaft.de

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