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Europa-Vergleich: Dritthöchste CEO-Gehälter in Deutschland

Eine Studie für das Jahr 2017 hat ergeben: Die Vorstände deutscher Unternehmen verdienen mit durchschnittlich 6,35 Millionen Euro am drittmeisten im europäischen Vergleich. Auf Platz zwei liegt Großbritannien, auf die Pole-Position hat es die Schweiz geschafft.

Die Studie "CEO pay landscape in Europe's Top 100 companies" von Willis Towers Watson untersucht seit 2013 die Vergütung der Vorstandsvorsitzenden in den nach Marktkapitalisierung führenden europäischen Unternehmen. Die jüngste Betrachtung zeigt, etwa auf den DAX bezogen, dass der Median der Gesamtdirektvergütungen im Vergleich zum Vorjahr - von 4,99 Millionen Euro in 2016 auf 5,75 Millionen Euro in 2017 - deutlich gestiegen ist.

Anstieg der Gesamtdirektvergütungen um fünf Prozent

Die Vergütungen der CEOs sind durchschnittlich von 5,46 Millionen Euro im Jahr 2016 auf 5,73 Millionen Euro im Jahr 2017 angestiegen. Die Grundvergütungen und die langfristig gewährten variablen Vergütungen blieben dabei auf einem sehr ähnlichen Niveau. Stärker gestiegen sind die für 2017 ausbezahlten Boni: Machten sie 2016 noch 126 Prozent des Fixgehalts aus, sind es 2017 schon 135 Prozent. Das meiste Geld erhalten Vorstände in der Schweiz mit 7,76 Millionen Euro im Mittel. Mit etwas Abstand dahinter liegt Großbritannien mit 6,38 Millionen Euro. Knapp gefolgt von Deutschland mit einem Median von 6,35 Millionen Euro.

Frank Hoyck, Leiter des Beratungssegments Talent & Rewards bei Willis Towers Watson, sieht darin eine europaweite Angleichung der Gesamtdirektvergütungshöhen, die schon in den vergangenen Jahren begonnen hat.

Die höchste Einzelvergütung erreichte Dr. Severin Schwan von Roche mit 12,88 Millionen Euro. Der erste CEO eines deutschen Unternehmen bei den Einzelvergütungen ist Bill McDermott von SAP. Er verdiente im vergangenen Jahr 10,79 Millionen Euro.

Unterschiedliche Zusammensetzungen der Gehälter

uropaweit zeigt sich eine unterschiedliche Zusammensetzung der Vorstandsvergütungen zwischen Fixgehältern, sowie lang- und kurzfristig ausgezahlten Boni. Die Schweiz und Großbritannien haben als erst- und zweitplatziertes Land auch die geringsten Fixgehälter - in der Schweiz liegt es nur bei 25 Prozent. "Zwar haben die Top-Manager beider Länder dadurch eine geringere Garantie, aber durch die hohen variablen Anteile größere Chancen auf ein Spitzengehalt", erläutert Ralph Lange, Manager im Bereich Executive Compensation bei Willis Towers Watson, die leistungsbezogene Bezahlung.

In skandinavischen Unternehmen sieht es dagegen anders aus: Hier besteht das Gehalt zu 56 Prozent auf fixen Anteilen.

Quelle: Personalwirtschaft.de

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