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Betriebliche Altersversorgung flexibel gestalten

Die Sicherung der Renten in Deutschland steht angesichts der demografischen Entwicklung immer wieder zur Diskussion. So empfiehlt sich einer aktuellen Studie zufolge besonders die betriebliche Altersversorgung (bAV) ergänzend oder alternativ zur staatlichen Rentenversicherung.

Bei den Beschäftigten steht die bAV laut Deloitte-Publikation "bAV auf dem Weg in die Zukunft - Studie zur betrieblichen Altersversorgung 2018" generell hoch im Kurs und wird vor allem als Ergänzung weiterer Altersvorsorge genutzt. Allerdings seien insgesamt mehr grundlegende Informationen nötig und im Detail mehr Flexibilität und Gestaltungsoptionen. Hier könnten die Unternehmen tätig werden und so dank arbeitnehmerfreundlichem Engagement etwa zusätzlich bei der Personalgewinnung punkten.

"Die Relevanz der betrieblichen Altersversorgung ist ungebrochen - und liegt im Trend: Unsere Studie wie auch weitere Erhebungen machen deutlich, dass sie von vielen Arbeitnehmern gewünscht wird. Die meisten haben heute durchaus verstanden, dass sie sich nicht allein auf bestehende Systeme verlassen sollten. Jedoch würde die bAV noch deutlich öfter in Anspruch genommen, wenn sie dem mehrheitlich geäußerten Wunsch nach höherer Flexibilität und personalisierter Ausgestaltung nachkäme. Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen unserer Human Capital Trends 2018 Studie wieder", so ein Deloitte-Experte.

Die immer noch relativ geringe Nutzung der bAV durch die Arbeitnehmer wird anhand der Studie ebenfalls konkretisiert: Eine vom Arbeitgeber finanzierte bAV erhielten zurzeit annähernd die Hälfte der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Zugleich falle der Anteil bei den Frauen mit 41 Prozent deutlich geringer aus als bei den Männern mit 51 Prozent. Gut informiert sehen sich der Studie zufolge jedoch gerade einmal 28 Prozent der Arbeitnehmer - und 42 Prozent hätten von ihrem Arbeitgeber bisher keines der gesetzlich vorgeschriebenen bAV-Angebote erhalten.

Dabei zähle für 55 Prozent der über 1.000 Befragten ein attraktives bAV-Angebot durchaus als relevantes Kriterium, wenn sie sich - beispielsweise im Falle des Jobwechsels - für ein Unternehmen entscheiden müssten. Dies eröffne also gerade den Firmen mit entsprechendem Versorgungsangebot eine interessante Möglichkeit zur positiven Profilierung auf dem Arbeitsmarkt.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.

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