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Zufrieden oder begeistert? Stimmungsbild zur Betrieblichen Altersversorgung

Die Weiterentwicklung der Betrieblichen Altersversorgung (bAV) stand Mitte Oktober im Fokus der jährlichen bAV-Konferenz der Unternehmensberatung Willis Towers Watson, in deren Rahmen 200 Vertreter deutscher Firmen zu diesem Thema befragt wurden.

Bei der bAV-Nutzung und -Weiterentwicklung setzen Unternehmen in Deutschland demzufolge ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Mit 30 Prozent stehe die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern ganz oben in der Rangliste, gefolgt von der Intention, die bAV in ein ganzheitliches Employer Branding zu integrieren (26 Prozent). Knapp ein Viertel der Befragten beschäftigt sich laut Studie eher mit Grundsatzfragen und 20 Prozent mit der Begrenzung möglicher Risiken.

"Die gesetzlichen Rahmenbedingungen erlauben es, die betriebliche Altersversorgung gut kalkulierbar und bedarfsgerecht für Unternehmen und Mitarbeiter zu gestalten - und das ist genau das, was Unternehmen und Mitarbeiter wollen", so die Studienmacher.

Allerdings folge aus einer bloßen Zufriedenheit mit der bAV, die immerhin 57 Prozent der Mitarbeiter teilten, noch keine Begeisterung bei den Beteiligten aller Ebenen: Dazu müsse die bAV weiter umgestaltet werden. "Erfreulich ist, dass es der Hälfte der Unternehmen schon gut gelingt, die bAV erfolgreich im ,War for Talents' einzusetzen und sie in ihr Employer Branding zu integrieren", wie die Unternehmensberatung betont. Den gerade einmal acht Prozent der bAV-begeisterten Arbeitnehmer stünden jedoch 35 Prozent mit unklarer Meinung gegenüber. "Die bAV wird schon gut wahrgenommen - aber offenbar besteht noch Luft nach oben."

In diesem Zusammenhang sei es auch nicht überraschend, dass die Grundlagen der bAV bei zahlreichen Unternehmen immer wieder im Fokus stehen: "Es ist sinnvoll, die Altersversorgungssysteme in den Unternehmen regelmäßig zu prüfen. Daher beschäftigen sich auch Unternehmen, die bereits über eine lange bAV-Tradition verfügen, von Zeit zu Zeit mit Grundsatzfragen. Dazu zählen etwa die Modernisierung von Pensionsplänen, die Überarbeitung der Finanzierungsstruktur, die Eingrenzung von Risiken - oder auch die Frage, wie eine in die Jahre gekommene bAV an eine Neuausrichtung der Unternehmensstrategie angepasst werden soll", so die abschließende Expertenmeinung.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.

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