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Diversität steht bei vielen Arbeitgebern (noch) nicht auf der Agenda

Diversität gilt als Erfolgsfaktor für die Arbeitswelt der Zukunft. Im europäischen Vergleich scheint das aber vor allem deutsche Unternehmen wenig zu interessieren, wie das aktuelle Randstad-Arbeitsbarometer zeigt. Hierzulande sagten nur etwa 53 Prozent von 400 befragten Beschäftigten, dass ihr Arbeitgeber Wert darauf legt, dass die Belegschaft den Querschnitt der Gesellschaft widerspiegelt.

"Das ist der zweitschlechteste Wert im europäischen Vergleich", heißt es bei dem Personaldienstleister weiter. Lediglich in Tschechien habe das Konzept mit 37 Prozent einen noch geringeren Stellenwert. Großbritannien liegt mit 77 Prozent an der Spitze, gefolgt von Schweden (73 Prozent) und Italien (66 Prozent).

Ein Umdenken könnte laut Randstad nicht schaden, denn Unternehmen, die gezielt Vielfalt unter den Beschäftigten förderten, würden sich als attraktive und weltoffene Arbeitgeber präsentieren. Darüber hinaus unterstütze Diversität Unternehmen, mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Trends Schritt zu halten: "Denn wer Arbeitnehmer mit mehr Perspektiven an Bord hat, findet kreativere Lösungen für zukünftige Herausforderungen."

Bei der Umsetzung könnten öffentliche Leitlinien für den Umgang mit Beeinträchtigungen und Vielfalt helfen. Allerdings haben in Deutschland nur 39 Prozent solche Regeln aufgestellt, so ein weiteres Ergebnis des Arbeitsbarometers. Die Quote in anderen europäischen Ländern liege bei deutlich mehr als 50 Prozent.

Hans-Christian Bauer, Inklusionsbeauftragter bei Randstad Deutschland, sieht die Unternehmen in die Pflicht, mehr für die Integration von benachteiligten Arbeitssuchenden zu tun - etwa, indem sie Menschen mit Vermittlungshemmnissen als potenzieller Arbeitgeber überhaupt erstmal eine Chance geben.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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