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Das Lohngefälle zwischen Mann und Frau ist in Deutschland besonders groß

Das geschlechterspezifische Lohngefälle liegt in Deutschland bei 21,5 Prozent. Das ist der dritthöchste Wert in der EU. Der durchschnittliche Brutto-Stundenlohn von Frauen in Europa liegt 16,2 Prozent unter dem der Männer. Das bedeute, dass Frauen mehr als 16 Prozent des Jahres unentgeltlich arbeiteten. Ein Aktionsplan der Europäischen Kommission soll dem entgegenwirken.

Die Gründe für das Lohngefälle sind vielfältig, berichtet die Kommission. Frauen arbeiteten häufiger in Teilzeit und eher im Niedriglohnsektor. Darüber hinaus müssten sie häufig die Hauptverantwortung für die Betreuung in der Familie schultern. Daher hat die Kommission Maßnahmen vorgeschlagen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben verbessern sollen.

Demnach sollen Väter nach der Geburt eines Kindes Anspruch auf mindestens zehn Arbeitstage Vaterschaftsurlaub haben. Darüber hinaus soll für Männer und Frauen europaweit ein Recht auf nicht übertragbaren bezahlten Elternurlaub eingeführt werden. Die Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament und dem Rat dauern an. Allerdings hält es die Kommission für möglich, dass noch in diesem Jahr eine Einigung erzielt wird.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sie einen Aktionsplan zur Bekämpfung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles initiiert. Zu den acht Schwerpunkten zählen unter anderem die Förderung größerer Wertschätzung für die Kompetenzen, Belastung und Verantwortung von Frauen sowie Initiativen gegen die "gläserne Decke". Bislang seien 3,3 Millionen Euro in Projekte geflossen, die die Bekämpfung von Stereotypen, etwa bei der Berufsberatung und Berufswahl, fördern.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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