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Repräsentative Befragung: Gutes Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten motiviert am meisten

Im Rahmen einer Studie wurden die Deutschen gefragt, welche Faktoren sich positiv auf ihre Arbeitsmoral auswirken oder auswirken würden, auch wenn sie derzeit nicht erwerbstätig sind. Danach steht ein gutes Verhältnis zu anderen Mitarbeitern und Vorgesetzten an erster Stelle. Darüber hinaus wurde die Rolle des Gehalts als Motivationsfaktor untersucht.

Wenn es um die Motivationsfaktoren im Job geht, entschieden sich die meisten Deutschen (46 Prozent - Mehrfachnennungen waren möglich) von 16 vorgegebenen Wahlmöglichkeiten für ein gutes Arbeitsverhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten. An zweiter Stelle stehen mit 34 Prozent flexible Arbeitszeiten, zum Beispiel Gleitzeit oder ein Arbeitszeitkonto. Auf Rang drei kommt für 30 Prozent ein gutes Verhältnis zu Kollegen auch über die Arbeit hinaus. Das sind Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Umfrage "Arbeitsmotivation 2019" im Auftrag der ManpowerGroup Deutschland, für die im Dezember des letzten Jahres 1004 Bundesbürger befragt wurden.

Betriebliche Gesundheitsförderung für jeden vierten Deutschen wichtig

Die Auswahlliste beinhaltete eine Mischung sehr unterschiedlicher Motivationsfaktoren - nicht dabei war die Höhe des Gehalts. Dafür standen kostenlose Getränke zur Auswahl, die 28 Prozent der Befragten für gut befanden, ebenso guter Kaffee, der auf 26 Prozent kam. Außerdem ist es für 24 Prozent der Befragten wichtig, dass viel im Team gearbeitet wird, dicht gefolgt von betrieblicher Gesundheitsförderung, die für 23 Prozent wichtig ist. Jeweils 21 Prozent Zustimmung erzielten kleine Aufmerksamkeiten und eine ansprechende Raumgestaltung von Büros und Besprechungsräumen. 20 Prozent der Studienteilnehmer fänden Pflanzen im Büro motivierend, 16 Prozent gaben an, eine individuelle Schreibtischgestaltung, etwa mit Bildern der Liebsten, wirke sich positiv auf die Arbeitsmoral aus. Moderne Büromöbel schätzen 15 Prozent. Bei den letzten drei Aspekten gab es gegenüber der Vorjahresbefrage eine leichte Zunahme der Zustimmung zwischen einem und drei Prozent.

Drei von vier Arbeitnehmern wollen keinen langweiligen oder stressigen Job

"Welche Rolle spielt für Sie das Gehalt als Motivationsfaktor im Job?" lautete die zweite Frage. Hier wählte eine Mehrheit von 77 Prozent unter acht Vorgaben, dass sie keinen Job wollen, der sie langweilt oder stresst, selbst wenn er gut bezahlt wird. Vor einem Jahr gaben dies noch vier Prozent weniger an. Für 64 Prozent sind nette Kollegen und die Inhalte ihrer Arbeit wichtiger als ein "prall gefülltes Konto am Monatsende". Fühlten sich die Mitarbeiter wohl in ihrem Team und stimme das Betriebsklima, sähen sie sogar über weniger Lohn hinweg, so die Studienautoren. Andererseits gaben 55 Prozent der Befragten an, nur deshalb arbeiten zu gehen, weil sie dafür bezahlt werden. Genauso viele stimmten der Aussage zu, dass sie, wenn ihr Arbeitgeber anbieten würde, nur vier Tage pro Woche zuarbeiten, die finanziellen Einbußen hinnehmen und sich auf das Plus an Freizeit freuen würden. Bei der Vorjahresbefragung teilten noch 49 Prozent diese Meinung. Laut Frits Scholte, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland, zeigen Erfahrungen, dass Mitarbeiter, deren Arbeitgeber die Viertagewoche umsetzen, nicht nur zufriedener, sondern auch produktiver seien.

Mehr Geld oder mehr Work Life Balance?

Wenn es um die Gewichtung der Faktoren Geld und Freizeit/Work Life Balance geht, sind die Deutschen offenbar gespalten: 51 Prozent gaben an, dass sie Einbußen bei der Work-Life-Balance in Kauf nehmen würden, wenn das Gehalt stimme (im Vorjahr waren es noch 49 Prozent). Doch die andere Hälfte (50 Prozent - ein Prozent weinger als 2018) würde das Geld nehmen, wenn die Wahl zwischen einer Gehaltserhöhung und mehr Freizeit bestünde. Darüber hinaus gaben 40 Prozent auf der Skala der vorgegebenen Antworten an, dass es für sie in Ordnung wäre, wenn sie für einen interessanten Job temporär auf Gehalt verzichten müssten. Jeder Dritte (33 Prozent) stimmte der Aussage zu, schon einmal einen "total attraktiven Job" abgelehnt zu haben, weil das Gehalt nicht passte (2018 waren es noch 31 Prozent).

Eine vollständige Übersicht der Studienergebnisse gibt es >hier.

Quelle: Personalwirtschaft.de

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