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Meistertitel zahlt sich aus - ist aber nicht immer lohnend

Die Meisterpflicht wurde 2004 für viele Handwerksberufe abgeschafft. Nun diskutiert die Politik, wieder zu ihr zurückzukehren. Für Handwerker kann sich die Weiterbildung lohnen - in Abhängigkeit vom Beruf mal mehr, mal weniger, wie eine Auswertung von gehalt.de zeigt.

Elektroniker können mit dem größten Gehaltssprung rechnen - um 8.756 auf 44.799 Euro. Prozentual legen vor allem auch Fleischer und Goldschmiede zu, wie die Auswertung von insgesamt 11.474 Datensätzen zeigt. Mit dem Meistertitel erhöht sich ihr Gehalt um jeweils mehr als 25 Prozent beziehungsweise rund 6.800 Euro. Auch für Dachdecker und Zimmerer zahlt sich der Meistertitel durch ein 6.629 beziehungsweise 6.537 Euro höheres Gehalt im Jahr aus. Etwas Ausdauer ist allerdings gefragt: Der Anstieg bezieht sich auf alle Einkommen der Beschäftigten mit dem Titel, nicht auf das Gehalt direkt nach der bestandenen Prüfung.

Kosmetiker und Friseure dagegen profitieren der Aufstellung zufolge nur in sehr viel geringerem Maße von einem Meistertitel. Sie können ihr Gehalt als Meister lediglich um 2.464 beziehungsweise 2.378 Euro im Jahr steigern - das entspricht aber immer noch einem Gehaltssprung um rund elf Prozent auf 24.509 beziehungsweise 24.191 Euro.

Im Gespräch mit gehalt.de verweist Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), auf Zeit, Kosten und den zusätzlichen Lernaufwand, die auf dem Weg zum Meister einkalkuliert werden müssen. Grundsätzlich aber lohne sich der Titel für alle, die ihr Fachwissen vertiefen und damit einen eigenen Betrieb eröffnen möchten. Die Beschäftigungschancen stehen jedenfalls auch ohne Meistertitel gut: Aktuell geht der Verband von mehr als 250.000 offenen Stellen aus.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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