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Digitale Weiterbildung leidet unter Geld- und Zeitmangel

Wird da an der Zukunft gespart? Eine repräsentative Umfrage des Bitkom und des TÜV-Verbands zeigt jedenfalls, dass vier von zehn Unternehmen Weiterbildungen für zu teuer halten oder kein Geld mehr dafür übrig haben. Ein festes Budget für den Ausbau der Digitalkompetenzen der Mitarbeiter haben nur 22 Prozent. Fehlende Zeit für die Freistellung der Beschäftigten ist ein weiteres großes Hemmnis.

Insgesamt haben die Verbände 504 Unternehmen mit zehn oder mehr Mitarbeitern in Deutschland befragt. 52 Prozent von ihnen gaben an, keine Zeit für (weitere) Freistellungen zu haben, während 42 Prozent Weiterbildungen entweder als zu teuer bezeichneten oder kein (weiteres) Budget mehr dafür übrig hatten. Für jeweils 29 Prozent war der Bedarf nicht einzuschätzen oder eine Neueinstellung günstiger als eine Weiterbildung. Immerhin 27 Prozent sagten, dass bei ihnen kein Weiterbildungsbedarf bestehe.

75 Prozent der Unternehmen verfügen über kein festes Budget, um Fortbildungen ihrer Mitarbeiter zu Digitalkompetenzen zu finanzieren, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Zudem gibt es weitere interne und externe Gründe, die daran hindern: 27 Prozent gaben an, die Qualität der Schulungsangebote nicht beurteilen zu können. Jeweils 26 Prozent hielten die Angebote für nicht ausreichend auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmt, oder die Befragten konnten nicht auf die Arbeitskraft der Beschäftigten verzichten.

Die Studienautoren empfehlen, eine Weiterbildungsstrategie rund um digitale Kompetenzen zu entwickeln. Diese sollte sich im Idealfall aus einer zentralen Digitalstrategie ableiten. Zudem sollten sich Führungskräfte des Themas annehmen und dafür die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen. Außerdem sollte lebenslanges Lernen aktiv gefördert werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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